Freiwillige Feuerwehr Assel von 1929

Nur die Eigenbröteleien in den einzelnen Ortsteilen der Gemeinde Assel sind daran Schuld,dass die Freiwillige Feuerwehr Assel nicht schon seit 103 Jahren besteht,sondern im Januar 2004 „erst“ ihr 75jähriges Jubiläum feiern konnte.

 

Bereits 1891 waren in der Gemeinde Assel Bestrebungen zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Gange. 

Die Gründung scheiterte wegen mangelnder Unterstützung der Verwaltung und wegen nicht ausreichender Finanzierung. Erstmals erwähnt wird die Wehr 1654 in den Büchern der Liebfrauenbrüderschaft. Darin heißt es, dass eine Feuergilde in Assel von 1654 bis 1806 bestanden habe. Anschließend existierte im Kirchenspiel „Aßel“ eine Feuerlöschanstalt.

Bereits 1891 hatten sich 72 Bürger in den verschiedenen Ortsteilen zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr bereiterklärt.

Aber erst am 22. Januar 1929 fand die offizielle Gründungsversammlung statt.25 Männer erklärten ihren Beitritt. Zum ersten Wehrführer wurde der Schmiedemeister Johann Freese gewählt. Am 25 September 1930 wurde die Löschgruppe Asselermoor nach einem Großbrand im Ritschermoor gegründet.

Während des zweiten Weltkrieges wurde sogar eine Frauengruppe zur Bekämpfung eines Brandes eingesetzt.

Der Wiederaufbau der Wehr nach dem Krieg gestaltete sich äußerst schwierig, da es an technischen Geräten fehlte. Die Gruppe Assel erhielt 1960 ein Löschgruppenfahrzeug 8 und die Gruppe Asselermoor 1971 ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug.

 

In den Jahren 1949 bis 1970 war August v. Busch Ortsbrandmeister, den 1971 Otto Wilke ablöste, 1985 wurde Claus Beckmann Ortsbrandmeister, der 1995 von Klaus Schroeder abgelöst wurde.

2007 wählten die Asseler Feuerwehrleute Peter-Klaus Rambow zum neuen Ortsbrandmeister.

 

Das 1971 erbaute Gerätehaus erhielt zwei Unterstellboxen, einen Unterrichtsraum sowie Dusch- und WC-Raum.

 

Es wurde aber nicht nur 1979 das 50jährige Jubiläum der Wehr mit großer Beteiligung der Bevölkerung und der Vereine gefeiert, Ortsbrandmeister Otto Wilke konnte auch die Schlüssel für ein neues Löschfahrzeug 8 in Empfang nehmen.

Die Ehefrau vom ehemaligem Ortsbrandmeister August von Busch taufte das Fahrzeug auf den Namen „August von Busch“. Im Namen der Familie bedankte sich Frau von Busch für die nachträgliche Ehrung ihres Mannes und wünschte dem Fahrzeug allzeit gute Fahrt.

Leider verunglückte das Fahrzeug 1984 auf einer Einsatzfahrt, (am Fahrzeug entstand Totalschaden) bereits zwei Monate später konnte das heute noch im Einsatz befindliche Löschgruppenfahrzeug 8 in Betrieb genommen werden.

 

1986 wurde der Unterrichtsraum in Eigenleistung vergrößert und aus

der Löschgruppe Asselermoor wurde auf Beschluss des Gemeinderates eine eigenständige Ortswehr.

 

Am 23.08.1993 gründeten die Ortsfeuerwehren Assel und Asselermoor zusammen die dritte Jugendfeuerwehr in der Gemeinde Drochtersen. 

Ein Mannschaftstransportwagen (VW Bus) wurde am 16.07.1994 in Betrieb genommen der auch von der Jugendfeuerwehr benutzt wird. Im Frühjahr 2002 wird der VW Bus gegen einen "neuen"  gebrauchten Ford Transit getauscht.

Auch wird in diesem Jahr ein gespendetes Notstromaggregat von der Firma EWE in Betrieb genommen. Es leistet 11,5 KVA , ist Baujahr 1991 und hat am Übergabezeitpunkt

145 Betriebsstunden geleistet, heute wird es auf einem Anhänger zu Einsätzen in der Gemeinde Drochtersen transportiert.

 

Im Jahr 2000 wurde damit begonnen in Eigenleistung (mit großer Hilfe der Altersabteilung) ein neues Gerätehaus mit drei Boxen, Werkstatt, Küche, Sozialräume und je ein Unterrichtraum für die Jugendfeuerwehr und die aktiven  Feuerwehrkameraden zu bauen. Bereits im Mai 2001 konnte das Gerätehaus offiziell in Betrieb genommen werden.

Die Ortswehr Assel besteht zur Zeit aus 53 aktive Mitgliedern, davon acht Frauen, die Alterabteilung besteht aus 15 Kameraden und die Jugendfeuerwehr aus 20 Mitgliedern.

 

31. Juli 2016 Wir gründen eine Kinderfeuerwehr, welche sich die "Lütten Löschi´s" nennen.

Ca. 130 Gäste aus der Ortschaft, Politik und den Nachbar Wehren waren anwesend. 15 Kinder haben Thomas Großmann und sein Betreuer-Team zu beaufsichtigen.

Foto Petra v. Allwörden